In Deutschland Rauchen Statistik zufolge rund 25 Prozent der Bevölkerung ab dem 15. Lebensjahr. Dabei gilt Rauchen als einer der vermeidbarsten Risikofaktoren für oft schwerwiegend verlaufende Volkskrankheiten. Von den schädlichen Einflüssen des Tabakrauchs sind nicht nur die Atemwege direkt betroffen, sondern auch maßgeblich das Herz-Kreislauf-System. Im folgenden Artikel erfahren Sie, wie Sie sich aus der Sucht befreien können und wie sie durch E-Zigaretten einen möglichst sanften Ausstieg in das Leben als Nichtraucher schaffen können [1].

Woher kommt die Sucht und was ist in der Zigarette?

Zigaretten enthalten eine Vielzahl an Substanzen – je nach Quelle ist hier von 4000 bis 4500 die Rede – die dem Tabak beigemischt werden und durch das Verbrennen bei Temperaturen zwischen 500 und 800 Grad Celsius als kleinste Partikel in die Lunge und die Atemwege gelangen.

Hierzu zählen Stoffe wie zyklische aromatische Kohlenwasserstoffe zu deren bekanntesten Vertretern das hoch krebserregende Benzol zählt. Aber auch schädliche anorganische Verbindungen und Schwermetalle befinden sich in Zigarettenrauch.

Um die Ursache für die Sucht zu finden, wurden auch Untersuchungen durchgeführt die zeigen konnten, dass intravenös injiziertes Nikotin den selben suchtbefriedigenden Effekt entfaltete wie herkömmlich über Zigaretten zugeführtes Nikotin. Auch zeigte sich, dass nikotinfreie Zigarettenalternativen nur eine sehr schlechte Suchtbefriedigung ergaben. Das Suchtverhalten von Rauchern basiert also auf der Wirkung des Nikotins im Körper.

Grundsätzlich führt Nikotin im Gehirn zur Ausschüttung von Botenstoffen (sog. Neurotransmittern) zu denen beispielsweise Acetylcholin, Noradrenalin, Dopamin und auch Endorphin zählen. Dies löst im Zentralnervensystem das Gefühl einer Belohnung aus und sorgt zudem für unterschiedliche psychische Effekte bei Rauchern, die sich unter anderem in Beruhigung oder Anregung zeigen [9].

Was passiert im Körper von Rauchern?

Raucher setzen sich einem erhöhten Risiko für unterschiedlichste Erkrankungen aus. Neben der bekannten kanzerogenen (krebserregenden) und immunsystemschwächenden Wirkung soll folgend auch auf die Wirkung bezüglich unterschiedlicher Organsysteme eingegangen werden.

Atemwege und Lunge

Eine der häufigsten mit Rauchen in Verbindung gebrachten Erkrankungen ist der Lungenkrebs. Die Zahl der Lungenkarzinom bedingten Todesfälle nimmt nicht nur von Jahr zu Jahr weltweit zu, sondern lässt sich auch mit über 90 % bei Männern und 79 % bei Frauen auf das Rauchen Zurückführen. Die wichtigsten Faktoren für die Ausbildung eines Lungenkarzinoms sind dabei neben den inhalierten Kanzerogenen über den Zigarettenrauch vor allem die genetische Vorbelastung, der Lebensstil sowie diverse Umweltfaktoren [2].

Eine weitere sehr häufige Volkskrankheit stellt die COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) dar. In Deutschland erkranken bereits bis zu 4 % der über 18-Jährigen an COPD. Wohingegen bereits 10-12 % der 55-Jährigen daran erkranken. Durch Rauchen nimmt der Schweregrad der COPD drastisch und weitaus schneller zu, als dies bei Nichtrauchern der Fall ist. Das tückische an COPD ist dabei, dass die Krankheit nur gebremst, aber nicht mehr geheilt werden kann. Dies kommt durch das ursächliche Problem der Erkrankung zustande bei dem es zu einer Umwandlung der dünnen – für den Sauerstofftransport so wichtigen – Membran der Lungenbläschen (Alveolen) zu einer bindegewebigen – für den Sauerstofftransport nicht mehr geeigneten – Schicht kommt. Hier sollte die Devise also lauten, Risikofaktoren für COPD zu vermeiden um möglichst garnicht erst zu erkranken [3], [4], [5], [6].

Herz

Viele Menschen fragen sich, ob sich ein Rauchstopp auch noch im hohen Alter lohnen kann. Hier zeigen verschiedene Studien, dass dies durchaus der Fall ist. So reduziert sich das Risiko einen Herzinfarkt bei abstinenten Rauchern um bis zu 50 Prozent. Auch Raucher die bereits einen Infarkt erlebt haben, können mit der Aufgabe des Rauchens die Chance einen erneuten Infarkt zu erleiden um 25-50 Prozent senken. Es zeigt sich also deutlich, dass vor allem Menschen mit kardialen Vorerkrankungen auf Rauchen verzichten sollten. Auch ein später Einstieg ins Nichtraucherleben zeigt deutliche Vorteile für die Gesundheit. Es ist also nie zu spät sich die Frage zu stellen ob Sie mit dem Rauchen aufhören sollen [7], [8].

Gefäßsystem

Das Gefäßsystem zeigt sich vom Rauchen besonders betroffen und kann so eine Vielzahl unterschiedlicher Störungen aufweisen. Neben Mikrozirkulationsstörungen (Durchblutungsstörungen) der Haut kann es auch zu gefürchteten Veränderungen der Gefäßinnenwände kommen. Dabei besteht vor allem die Möglichkeit der Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombus) der im schlimmsten Fall einen Herzinfarkt, Lungeninfarkt, sowie Schlaganfall oder auch eine Thrombose/Embolie der Extremitäten verursachen kann. Die Rückbildung von Gefäßschäden kann sich Erkenntnissen zufolge bereits nach 2 Wochen Rauchstopp schrittweise einstellen. Kommt es durch die – mit Rauchen assoziierten – toxischen Stoffe zu einer chronischen Gefäßentzündung, kann die Folge eine Gefäßverstopfung im Sinne einer Thrombose sein, die zu einer Sauerstoffminderversorgung des umliegenden Gewebes führt. Diese kann unter anderem zum bekannten Bild des Raucherbeins führen.

Rauchfrei – aber wie?

Wie bereits weiter oben besprochen wurde, zeigen wissenschaftliche Studien klar, dass das Suchtverhalten großteils vom Nikotin geprägt wird. Vielen Menschen könnte also eine Nikotinzufuhr fernab des Rauchens dabei helfen, ihr Leben deutlich zu verlängern und gleichzeitig die Lebensqualität zu steigern. Auch kann so der Angst vieler, beim Rauchstopp an starken Entzugserscheinungen zu leiden, entgegengewirkt werden. Legen sich Menschen selbst ein striktes Rauchverbot auf, so ist der Erfolg oftmals nur von kurzer Dauer. Geraten diese Personen beispielsweise in Stress oder unerwartete psychische Ausnahmesituationen kann der Griff zur Zigarette die eigene Disziplin übertrumpfen. Zu schnell rutschen die Betroffenen wieder in die Sucht.

Wer dem entgehen will, um endlich Nichtraucher sein zu können, der sollte den Griff zu Nikotinentwöhnungsmitteln versuchen. Die Palette an Nikotinersatzprodukten ist vielfältig und zieht sich von E-Zigaretten, über Nikotinkaugummi bis hin zu Pflastern gegen das Rauchen und andere Produkte. So vielfältig die Vorlieben der Anwender sind, so unterschiedlich sind auch die Produkte zur Raucherentwöhnung.

Nikotinersatzprodukte sorgen, wie der Name schon sagt, für eine Stillung der Sucht, die zum gleichen Effekt führt wie eine Zigarette. Hier bleiben dem Anwender jedoch viele der oben besprochenen negativen Auswirkungen von Tabakrauch erspart.

Die E-Zigarette – Vor- und Nachteile

Bei vielen Rauchern hat sich vor allem der Nikotinersatz in Form der E-Zigarette bewährt, da dem Raucher hier neben dem Nikotin auch das gewohnte Gefühl einer echten Zigarette gegeben wird. Von vielen Rauchern wird daher eine Anwendung dieser Form der Nikotinzufuhr zum möglichen schrittweisen Rauchstopp bevorzugt.

Vorteile

E-Zigaretten bieten den Vorteil, dass auf den Großteil, der verbrennungsbedingte Tabakschadstoffe, verzichtet werden kann. Vielmehr kann hier durch höher konzentrierte Nikotindosen eine seltenere Anwendung mit höherer und damit länger anhaltender Wirkung erzielt werden. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) konnte in diesem Zusammenhang zeigen, dass – abhängig vom benutzten Gerät und nikotinhaltigem Liquid – eine deutlich geringere Schadstoffbelastung im Vergleich zum Tabakrauch enthalten ist. Durch eine Veränderung des Rauchverhaltens kann mit einer E-Zigarette ein Rauchstopp unter deutlich weniger schädlichen Bedingungen vergleichen zum Rauchen möglich sein. Es gilt jedoch zu beachten, dass die E-Zigarette allein keine gesicherte Raucherentwöhnung bieten kann, hier muss vom Raucher selbst der Antrieb zur Veränderung gezeigt werden. Vor allem ehemals starke Raucher können von einem stufenweisen Rauchstopp mit nikotinhaltigen Liquids wie diese auch in E-Zigaretten verwendet werden profitieren.

Nachteile

Die verwendeten nikotinhaltigen Liquids könnten Raucher auch zu einer „dual use“ verführen. Das bedeutet, dass neben E-Zigaretten gleichzeitig normale Tabakwaren konsumiert werden. Dies stellt eine enorme gesundheitliche Belastung dar. Durch die im Liquid enthaltenen Stoffe kann es nach den ersten Anwendungen zu Irritationen im Bereich der Atemwege kommen.

E-Zigarette – Den richtigen Umstieg schaffen

Viele Menschen, die mit dem Rauchen aufhören wollen, stehen jedoch am Beginn vor der Frage wie sie den Umstieg auf eine E-Zigarette und somit in einen möglichen Rauchstopp bestmöglich schaffen. Hierzu gilt es einige Dinge zu beachten.

Wichtig ist es, in eine hochqualitative E-Zigarette zu investieren – wie beispielsweise hier unter diesem Link. Hier sollte vor allem auf eine gute Dampfentwicklung geachtet werden. Gleichzeitig sollte ebenso auf eine gute Akkulaufzeit geachtet werden, um die E-Zigarette einsatzbereit zu haben, wenn Sie den Drang danach verspüren. Auch die Zugtechnik sollte Beachtung finden, hier ist ein sanftes und gleichförmiges Ziehen das Mittel der Wahl um eine maximale Verdampfung des Liquids an der Heizeinrichtung der E-Zigarette zu gewährleisten.

Ein wichtiger Punkt ist die Wahl des Nikotingehalts im Liquid. Hier wird oft der Fehler begangen gleich von Beginn an mit einem – im Vergleich zu herkömmlichen Zigaretten – geringen Nikotingehalt in das Dampfen zu starten. Beachten Sie jedoch, das im Vergleich zum Zigarettenrauch nur rund 33 %, und damit nur ein Drittel, des im Dampf enthaltenen Nikotins in den Körper aufgenommen werden kann. Ein zu schnelles Reduzieren der Nikotinkonzentration kann hier schnell zum Gefühl von Misserfolgen führen und sollte zum Zweck einer zielführenden, langfristigen und möglichst schonenden Raucherentwöhnung vermieden werden.

Fazit

Wer sich endlich von der Zigarette, der Zigarre, der Pfeife oder sonstigen Tabakprodukten trennen will, der sollte nicht nur eine Strategie, sondern auch die richtigen Hilfsmittel nutzen. Denn E-Zigaretten können nur in Kombination mit einer Entwöhnungsstrategie zu einem dauerhaften Rauchstopp führen. Durch konsequente Umsetzung können Sie den Absprung aus der Nikotinsucht mit möglichst geringen oder ganz ausbleibenden Entzugserscheinungen schaffen. Um nicht nur Ihr Leben zu verlängern, sondern auch andere Menschen vorm Passivrauchen zu schützen. Es ist nie zu spät sich vom Raucherhusten zu verabschieden und effektiv an der eigenen Raucherentwöhnung zu arbeiten.


Quellen

[1] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/596628/umfrage/anzahl-raucher-in-deutschland/

[2] U.S. Department Health Human Services, Public Health Services, Centres for Disease Control. Reducing the health consequences of smoking: 25 years of progress. Report of the Surgeon General. 1989.

[3] Ely EW, Baker AM, Evans GW, Haponik EF. The distribution of costs of care in mechanically ventilated patients with chronic obstructive pulmonary disease. Crit Care Med 2000; 28(2): 408–413.

[4] Hoogendoorn M, Feenstra TL, Schermer TR, Hesselink AE, Rutten-van Molken MP. Severity distribution of chronic obstructive pulmonary disease (COPD) in Dutch general practice. Respir Med 2006; 100: 83–86.

[5] Hoogendoorn M, Feenstra TL, Schermer TR, Hesselink AE, Rutten-van Molken MP. Severity distribution of chronic obstructive pulmonary disease (COPD) in Dutch general practice. Respir Med 2006; 100: 83–86.

[6] Statistisches Bundesamt Deutschland. Häufigste Diagnosen bei Männern und Frauen. 18-8-2005.

[7] Seltzer CC. Effect of smoking on blood pressure. Am Heart J 1974; 87(5): 558–564.

[8] Shah PK, Helfant RH. Smoking and coronary artery disease. Chest 1988; 94(3): 449–452.

[9] Haustein KO, Groneberg D.Tabakabhängigkeit – Gesundheitliche Schäden durch das Rauchen, 2. Auflage, 2008

Andi
Author

Hallo und herzlich Willkommen auf nomoresmoke.de! Ich bin Andi, 34 Jahre alt und gebürtig aus Heilbronn. Mittlerweile lebe ich im schönen München und arbeite als Bankkaufmann. Nebenher arbeite ich als freier Autor für nomoresmoke.de. Ich selber habe eine lange Zeit geraucht und habe damals auch mehrere Versuche unternommen, mit dem Rauchen aufzuhören. Leider sind diese früher oder später immer gescheitert. Trotz einiger Rückschläge habe ich es mithilfe einiger Tipps und Methoden dann doch geschafft. Um auch euch dazu zu verhelfen, das Rauchen endlich aufzugeben, teile ich auf nomoresmoke.de meine hilfreichsten Tipps und Methoden mit euch. Weiterlesen

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