Eine sehr beliebte Anlaufstelle beim Rauchen aufhören sind die Nikotinersatzmittel. Die Liste reicht mittlerweile weit: Vom Nikotinkaugummi über Tabletten bis hin zu eben jenem Nikotinpflaster, auch Raucherpflaster genannt (1). Dabei überrascht das Nikotinpflaster mit einer schnellen und effektiven Wirkung, von der allem voran starke Raucher profitieren (2). Doch im gleichen Zuge kommen Fragen auf, ob das Nikotinpflaster schädlich sein könnte. Um der Sachlage auf den Zahn zu fühlen, haben wir Nikotinpflaster Erfahrungen im Internet gewälzt und beleuchten das Thema nun in unserem Blog: Nichtraucher durch Nikotinpflaster – Eine astreine Sache?


Nikotinpflaster Test: So wirkt es und das gibt es zu beachten!

Die Blutgefäße befinden sich unter der menschlichen Haut. Stoffe diffundieren aus den Blutgefäßen in die Haut und andersrum genauso. Das Nikotinpflaster enthält bestimmte Mengen an Nikotin (10, 14 oder 20 Milligramm), die je nach Produkt variieren. Über eine Dauer von 16 bis 24 Stunden (3) geben die Pflaster Nikotin ab, welches daraufhin in die Blutgefäße gelangt. Dies geschieht kontinuierlich, setzt aber bereits schnell ein, weswegen es eine plötzliche und langfristige Linderung bei Entzugserscheinungen verspricht. Diese Theorie geht in der Praxis durchaus auf, jedoch müssen dafür einige Dinge berücksichtigt werden:

  • Pflaster verhelfen am ehesten den Rauchern, die gleichmäßig über den Tag verteilt rauchen
  • Jeden Tag das Pflaster wechseln und dabei andere Hautstelle wählen
  • Immer auf eine haarfreie und gesunde Hautstelle kleben
Doch das Pflaster ist nur die eine Seite der Medaille, während die andere Seite der Medaille zusätzliche Arbeit bei der Raucherentwöhnung erfordert.

Raucherentwöhnung ◆ So geht es richtig ohne Entzugserscheinungen

Rauchen abgewöhnen durch Nikotinpflaster allein wird schwierig

Tatsache ist – bei all den Vorzügen des Nikotinpflasters – dass es ganz allein nicht den kompletten Wandel herbeiführen wird. Hierfür ist die Sucht und das Ritual, für welches das Rauchen steht, zu mächtig. Denn Rauchen bedeutet mehr, als die bloße Zufuhr an Nikotin zu decken:

  • Rauchen bedeutet, immer mal wieder zur Schachtel zu greifen, die Zigarette zum Mund zu führen und anzuzünden sowie daran zu ziehen!
  • Rauchen bedeutet, im üblichen gesellschaftlichen Kreis mit den Personen, mit denen man sonst raucht, ein gemeinsames Ritual zu haben!
  • Rauchen bedeutet, jederzeit einen Felsen in der Brandung zu haben, wenn Stress aufkommt und das Leben es gerade nicht gut mit einem meint!

Dies klingt nun ein Stück weit positiv, was die Frage aufwirft, ob das nicht am Thema einer Raucherentwöhnung vorbeigeht. Aber nein, keineswegs! Denn mit diesen drei Stichpunkten ist wiedergegeben, wie Raucher die Zigarette tatsächlich betrachten. Sie ist auf derart vielen Ebenen in der Gedankenwelt verwurzelt, dass sich nicht einfach nur durch ein Raucherpflaster all die Gewohnheiten beseitigen lassen. Und trotzdem – obwohl es eingeschränkte Unterstützung bietet – ist das Rauchen abgewöhnen durch Nikotinpflaster eine willkommene Hilfe. Denn es mindert zumindest ein großes Problem: Den Nikotinentzug und dessen starke Nebenwirkungen!

Nikotinpflaster Erfahrungen zeigen, dass letztlich das jenes ist, was für die Raucher einen unschätzbaren Wert hat: Das Nikotinpflaster verschafft an der einen Stelle Linderungen und Freiraum, damit die Raucher an anderen Stellen weiterarbeiten können…
  • Neue Methoden zum Stressabbau finden
  • Anderen Umgang im gesellschaftlichen Kreis pflegen
  • Den gewohnten Griff nach der Zigarette durch ein anderes Ritual ersetzen

Somit wird dem Raucher die Arbeit durch ein Raucherpflaster niemals abgenommen, aber dafür wird sie um ein Beträchtliches vereinfacht.

Darauf musst du bei einer Raucherentwöhnung mit Nikotinpflaster achten!

apotheke
In der Apotheke gibt es Nikotinpflaster in verschiedenen Stärken rezeptfrei zu kaufen

Solltest du es nun mit einem Nikotinpflaster versuchen wollen, was aufgrund der potenziellen Wirksamkeit nicht verkehrt wäre, dann möchten wir dir einen Einblick in die korrekte Verwendung des Nikotinpflasters geben. Dieses kannst du nämlich an verschiedenen Orten und mit verschiedenen Stärken kaufen.

Nikotinpflaster Apotheke oder Nikotinpflaster Drogeriemarkt?

Kurz gesagt bietet dir die Apotheke die hochwertigsten Produkte. Im Drogeriemarkt wirst du ebenfalls fündig, aber gehst bei dem geringeren Preis das Risiko einer schlechteren Verträglichkeit für die Haut aufgrund minderwertiger Produkte ein.

Welche Nikotinpflaster Dosierung ist richtig?

Der Vorteil des Nikotinpflasters besteht allem voran darin, dass es den Körper gleichmäßig und schnell mit Nikotin versorgt. Dies hat den Vorteil, dass insbesondere starke Raucher – also Personen, die ab 20 Zigaretten täglich aufwärts rauchen – eine große Linderung beim Rauchen aufhören mit Nikotinpflaster verspüren. Wie auch bei der E-Zigarette ist beim Raucherpflaster angeraten, zunächst mit einer höheren Nikotin Dosierung zu beginnen und dann – alles sechs Wochen ungefähr – die Dosierung zu reduzieren. Im Klartext sehen die Empfehlungen wie folgt aus:

  • 21 Milligramm Nikotin über eine Dauer von 24 Stunden bei besonders starken Rauchern
  • 14 Milligramm Nikotin über eine Dauer von 24 Stunden für Personen, die weniger rauchen
  • 10 Milligramm Nikotin über eine Dauer von 16 Stunden im Falle von Geringrauchern
Bei Personen, die unterhalb der 20 Zigaretten täglich vor der Raucherentwöhnung auskamen, wird ohnehin der Einstieg mit einem Nikotinkaugummi empfohlen.

Ist eine Nikotinpflaster Kostenübernahme Krankenkasse möglich?

Leider ist eine Kostenübernahme durch Krankenkasse beim Nikotinpflaster in der Regel nicht in den Leistungen mit enthalten. Dies gilt für gesetzliche Krankenkassen definitiv, während bei privaten Krankenkassen die Kostenübernahme für das Raucherpflaster von der Vertragsgestaltung sowie den Tarifen abhängt.

Die No Go’s: Kombination von Nikotinersatzmitteln und Nutzung durch Schwangere

Eine Kombination der Raucherentwöhnung mit Nikotinpflaster mit anderen Mitteln ist strengstens untersagt. Neben der Tatsache, dass dort Wechselwirkungen auftreten können, ist eine Überdosierung möglich, die mit verschiedenen Beschwerden einhergeht (4).

E-Zigarette ◆ Raucherentwöhnung leicht gemacht mit der E-Zigarette?

Ganz besonders vorsichtig sein müssen Schwangere, da auch das Nikotinpflaster schädlich für Kinder ist (5). Zwar hat die Wissenschaft hier wenig erforscht und weiß bezüglich der Gesundheit und Folgen für die Kinder bei Schwangeren nur bedingt Bescheid, doch dass das Nikotin beim Pflaster auch bis ins Blut des Babys gelangt, steht außer Frage.

Fragen und Antworten zum Rauchen aufhören mit Nikotinpflaster

Ein Nikotinpflaster wirkt am besten an den Stellen, an denen die Haut am dünnsten ist. Denn hier tritt die Wirkung durch ein beschleunigtes Durchdringen zu den Blutgefäßen schneller ein. Die entsprechenden Stellen sind die folgenden:

  • Bauch
  • Rücken
  • Brust
  • Oberarm

Je nach Hauttyp, sind beim Nikotinpflaster allergische Reaktionen wie Juckreiz und Rötungen möglich. Zudem ist die Entstehung längerfristiger Hauterkrankungen ein Risiko. Eine Gefahr ergibt sich allerdings nur bei der Kombination verschiedener Nikotinersatzpräparate miteinander, da es hier zu Überdosierungen mit Nikotin kommen kann. Diese deuten sich durch Übelkeit, Erbrechen und Schwindelgefühle an.

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Fazit

Nichtraucher durch Nikotinpflaster und Änderung der Gewohnheiten
So groß die Hilfe durch das Nikotinpflaster auch sein mag, so groß sind zugleich die Anforderungen an den Rauchenden, zusätzliche Arbeit zu verrichten: Denn das Raucherpflaster lindert die Nebenwirkungen und sorgt für einen schrittweisen Entzug, doch die Entwöhnung des Griffs zur Zigarette und die Suche nach alternativen Methoden zum Stressabbau sind ein weiterer essenzieller Bestandteil der Raucherentwöhnung. Somit ist die Anschaffung eines Nikotinpflasters dann eine gute Idee, wenn parallel dazu die Motivation vorhanden ist, die eigenen Verhaltensweisen umzuprogrammieren.
Andi
Author

Hallo und herzlich Willkommen auf nomoresmoke.de! Ich bin Andi, 34 Jahre alt und gebürtig aus Heilbronn. Mittlerweile lebe ich im schönen München und arbeite als Bankkaufmann. Nebenher arbeite ich als freier Autor für nomoresmoke.de. Ich selber habe eine lange Zeit geraucht und habe damals auch mehrere Versuche unternommen, mit dem Rauchen aufzuhören. Leider sind diese früher oder später immer gescheitert. Trotz einiger Rückschläge habe ich es mithilfe einiger Tipps und Methoden dann doch geschafft. Um auch euch dazu zu verhelfen, das Rauchen endlich aufzugeben, teile ich auf nomoresmoke.de meine hilfreichsten Tipps und Methoden mit euch. Weiterlesen

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